Seit 35 Jahren setzt sich der Landesjugendring Brandenburg als Stimme junger Menschen für demokratische Beteiligung, Vielfalt und gute Rahmenbedingungen für Jugend(verbands)arbeit ein. Aus diesem Anlass feierte der größte Dachverband für Jugendarbeit in Brandenburg mit seinen Mitgliedern sowie zahlreichen Gästen und Wegbegleiter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Im Haus des Sports am Potsdamer Luftschiffhafen konnten die knapp 130 geladenen Gäste am gestrigen Donnerstag die Vielfalt der Mitgliedsorganisationen in einem Parkour auf unterhaltsame und spielerische Weise besser kennenlernen und in den Austausch gehen. Der Vorstand des Landesjugendring Brandenburg warf einen Blick zurück auf das Erreichte und betonte sein stetiges Anliegen, die Positionen der Verbände nach außen zu tragen „immer mit Haltung, immer genau dort, wo es hingehört, immer so laut, wie nötig und vor allem immer mit kreativen Ideen.“ Mit zahlreichen Aktionen will der LJR nicht nur laut sein, sondern für die Verbesserung der Lebenssituation junger Menschen in Brandenburg einstehen. „Wir zeigen auf, dass junge Menschen einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren und den Zusammenhalt unserer Zivilgesellschaft leisten. Und der größte Dank gilt den jungen Ehrenamtlichen, die die Jugendverbandsarbeit mit Leben füllen und sich jeden Tag für ihre Sache einsetzen und dadurch Brandenburg ein Stück besser, jünger, lauter und zukunftsgewandter machen,“ so Vorstandsvorsitzender Claas Scheil und Silke Hansen in ihrer Ansprache.
Neben Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke waren auch Steffen Freiberg, Minister für Bildung, Jugend und Sport, zahlreiche Vertreter*innen der demokratischen Landtagsfraktionen sowie die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam Noosha Aubel zu Gast.
Minister Freiberg dankte in seinem Grußwort auch im Namen des Ministerpräsidenten dem Landesjugendring: „Das Land kann sich glücklich schätzen, so aktive Jugendverbände zu haben. Das ist ein großes Geschenk.“
Forderungen an zukünftige Koalition
Der Jubiläumsempfang war auch Anlass – vor dem Hintergrund aktueller Koalitionsverhandlungen – die Belange von jungen Menschen bei allen Entscheidungen für die Zukunft zu adressieren. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. fordert die miteinander verhandelnden Fraktionen dazu auf, die Lebensrealitäten, Bedarfe und Interessen junger Menschen im Koalitionsvertrag besonders zu berücksichtigen. Junge Perspektiven gehören ins Zentrum der Landespolitik.
Die Kernforderungen sind:
- Jugendgerechte Lebensbedingungen (Wohnen, Bildung, Mobilität, Digitalisierung)
- Stärkung von Jugendverbandsarbeit & Beteiligung
- Langfristige finanzielle Absicherung der Jugendarbeit
- Klare Haltung gegen Rechtsextremismus & für Demokratie
- Mehr Anerkennung für junges Ehrenamt (u.a. kostenloser ÖPNV mit Juleica)
- Stärkung von FSJ & FÖJ durch bessere Förderung und höheres Taschengeld
Björn Schreiber, Geschäftsführer des Landesjugendrings fasst zusammen: „Unsere Erwartung an die verhandelnden Parteien ist, dass sie mit Mut und Verlässlichkeit die Lebensrealitäten und Bedarfe junger Menschen anerkennen und vor allem konsequent berücksichtigen.“
Die schönsten Bilder des Abends
Fotos: Thomas Imo | Photothek Media Lab


















