Unser Statement zum Koalitionsvertrag von SPD und CDU

Der Koalitionsvertrag von SPD und CDU in Brandenburg steht unter dem Leitmotiv „Verantwortung für Brandenburg“. Aus Sicht des Landesjugendrings Brandenburg gehört dazu insbesondere die Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungen. Dieser Anspruch bleibt im Vertrag jedoch deutlich hinter den Erwartungen junger Menschen zurück.

Positive Ansätze für junge Menschen

Anerkennung der Jugendverbandsarbeit

  • Jugendverbandsarbeit wird als bedeutender Bereich der Jugendhilfe hervorgehoben
  • Der Landesjugendplan bleibt als zentrales Förderinstrument bestehen

Unterstützung für Ehrenamt und Engagement

  • Anerkennung der Bedeutung des Ehrenamts
  • Bürokratieabbau und stärkere Nutzung von Lottomitteln für Engagementprojekte
  • Bündelung von Beratungs- und Unterstützungsstrukturen

Anerkennung von außerschulischer und politischer Bildung

  • Bedeutung von kultureller Bildung, Sport und Vereinsleben wird betont
  • Gedenkstättenarbeit soll gestärkt werden
  • Geplanter monatlicher kostenfreier Eintritt für junge Menschen in Museen und Gedenkstätten
  • kostenfreier Eintritt für junge Menschen in Museen und Gedenkstätten

Schwerpunkt bei Gesundheit

  • Maßnahmen zur Kinder- und Jugendgesundheit
  • Verbesserungen bei psychotherapeutischer Versorgung

Schwerpunkt bei Vielfalt und Teilhabe

  • Bekenntnis zu Inklusion, Vielfalt und Programmen wie dem Aktionsplan “Queeres Brandenburg”
Zentrale Kritikpunkte aus jugendpolitischer Sicht

Keine ausreichende Finanzierung der Jugendarbeit

  • Förderung der Jugendverbandsarbeit bleibt auf bisherigem Niveau
  • Inflation und Tarifsteigerungen führen faktisch zu Kürzungen
  • Gefahr von Stundenreduzierungen oder Stellenabbau

Zu wenig Anerkennung außerschulischer Bildung

  • Non-formale Bildungsangebote werden kaum als eigenständiger Bildungsbereich betrachtet
  • Freizeit und selbstgestaltete Räume von Jugendlichen finden wenig Beachtung
  • Freie Träger werden zu wenig in Zukunftsstrategien wie Digitalisierung einbezogen

Unklare Unterstützung für junge Engagierte

  • Keine konkreten Maßnahmen zur Förderung jungen Engagements
  • Wichtige Instrumente bleiben unerwähnt:
    • Stärkung der Jugendleiter*innen-Card (Juleica)
    • Freistellungsregelungen für Schüler*innen und Auszubildende
    • Anerkennung von Engagement im Studium
    • Deutschlandticket für Juleica-Inhaber*innen oder freie Fahrt für Freiwilligendienstleistende

Keine gesicherte Finanzierung der Freiwilligendienste

  • Finanzierung muss sich den aktuellen Entwicklungen und Förderungen auf Bundesebene anpassen
  • keine gesicherte Förderunng über die aktuelle EU-Förderperiode hinaus

Zu wenig Fokus auf Zukunftsfragen

  • Klimaschutz wird nur am Anfang erwähnt und später kaum behandelt
  • Kürzungen bei Infrastruktur, Bildung oder Klimaschutz könnten langfristige Folgen für junge Generationen haben

Offene Fragen bei Migration und Integration

  • Schnellere Anerkennung von Abschlüssen geplant
  • Wichtige Themen bleiben jedoch offen:
    • Familiennachzug
    • Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
    • verlässliche Integrationsbudgets

Demokratieförderung ausbaufähig

  • Extremismus wird als Gefahr benannt
  • Eine klare Fokussierung auf rechtsextreme Bedrohungen fehlt
  • Mehr Unterstützung für politische Bildung und zivilgesellschaftliche Initiativen wäre notwendig

Fazit
Der Koalitionsvertrag enthält einige positive Ansätze für junge Menschen. Gleichzeitig bleiben wichtige jugendpolitische Fragen offen oder werden nur unzureichend behandelt. Aus Sicht des Landesjugendrings braucht es mehr Mut und Verlässlichkeit, um die Lebensrealitäten junger Menschen stärker zu berücksichtigen, Beteiligung zu ermöglichen und langfristige Perspektiven für Bildung, Engagement und demokratische Teilhabe zu schaffen.

Zur ausführlichen Stellungnahme

 

Jetzt als Spurensuche-Gruppe anmelden und die NS-Geschichte vor Ort erforschen!

Jugendliche erforschen NS-Geschichte vor Ort und ihre Nachwirkungen – Der Landesjugendring Brandenburg lädt zur Spurensuche ein

Der Landesjugendring Brandenburg e.V. eröffnet erneut jungen Menschen die Möglichkeit, sich aktiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen – in enger Kooperation mit den Gedenkstätten Sachsenhausen und Ravensbrück. Ab sofort können sich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren als „Spurensuche-Gruppe“ des Projektes „re<<member. Jugendliche erinnern an NS-Verbrechen in Brandenburg“ anmelden.

Wie sieht erinnerungskulturelles Engagement konkret aus?

Wie lebendig und wirksam historische Bildungsarbeit sein kann, zeigt eindrucksvoll ein Projekt zum ehemaligen KZ-Außenlager Schlieben-Berga, das im Rahmen des Spurensuche-Projekts entstand. Mit Kreativität, Eigeninitiative und großem Verantwortungsbewusstsein haben Jugendliche eine Arbeit geschaffen, die Lust macht, selbst Teil des Programms zu werden. Die Jugendlichen recherchierten eigenständig, führten Gespräche und entwickelten vielfältige Formate, um ihre Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So entstand u.a. ein detailgetreues Modell des ehemaligen Lagers, eine eigene Website mit Informationen zur Geschichte des Lagers und zu den Biografien der Inhaftierten oder die Durchführung öffentlicher Führungen über das ehemalige Lagergelände. Im

Welche Ziele verfolgt das Spurensuche-Programm?

Auch in diesem Jahr lädt der Landesjugendring Brandenburg junge Menschen dazu ein, Geschichte dort zu erforschen, wo sie gelebt wurde: in Städten, Dörfern und Regionen Brandenburgs. Ob bekannte Erinnerungsorte, Spuren jüdischen Lebens, die Rolle von Zwangsarbeit oder der Umgang mit rechter Gewalt nach 1945 – die Themen ergeben sich aus dem lokalen Umfeld und den Interessen der Gruppen selbst. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Fragen, wie die NS-Zeit und ihre Ideologien vor Ort wirkten sowie welche Bezüge sich in der Gegenwart und im Alltagsumfeld Jugendlicher finden lassen.

Die Spurensuche erfolgt außerhalb von Schule und Unterricht und bietet viel Raum für eigene Ideen. Jugendliche recherchieren in Archiven, besuchen Gedenk- und Erinnerungsorte, führen Gespräche mit Zeitzeug*innen oder Expert*innen und entscheiden selbst, wie sie ihre Ergebnisse sichtbar machen möchten. Ein Blick ins Projektarchiv zeigt die Vielfalt bereits realisierter Jugendgeschichts-projekte etwa in Schlieben, Lauchhammer und Luckenwalde.

Wie wird im Spurensuche-Programm unterstützt und begleitet?

Begleitet werden die Gruppen vom Zeitwerk-Team des Landesjugendrings und den pädagogischen Diensten der Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen. Sie unterstützen bei der Gruppen- und Themenfindung, vermitteln Kontakte zu Archiven und Gedenkstätten und bieten Workshops zu Recherche, historischer Einordnung und kreativer Umsetzung an. Jede Spurensuche-Gruppe erhält eine finanzielle Förderung von bis zu 700 Euro für Recherche, Material und Dokumentation. Um die Arbeit vor Ort zu stärken, arbeitet der Landesjugendring Brandenburg mit Projektbegleiter*innen zusammen. Das können Ehrenamtliche, Personen aus Geschichtsvereinen, Jugendguides oder Fachkräfte aus der Jugendarbeit sein. Auch hier unterstützt das Projektteam bei der Suche nach passenden Ansprechpersonen oder beim Zusammenfinden von Gruppen.

Warum sollten  junge Menschen teilnehmen?

Das Projekt „Spurensuche“ ermöglicht Jugendlichen nicht nur historisches Lernen, sondern echte gesellschaftliche Teilhabe. Sie werden zu aktiven Gestalter*innen von Erinnerungskultur, entwickeln Medienkompetenz, Teamfähigkeit und ein Bewusstsein für die Bedeutung historischer Verantwortung. Interessierte Initiativen und Jugendliche sind herzlich eingeladen eigene Projekte zu realisieren. Das Engagement in Schlieben-Berga macht deutlich, welches Potenzial in jungen Menschen steckt – wenn man ihnen Raum gibt, Geschichte selbst zu erforschen und sichtbar zu machen.

Anmeldung und weitere Informationen hier

Kontakt:

Maria Gleu

Referentin für historisch-politische Bildung im Projekt re<<member

+49 (0) 151 121 40 552 maria.gleu@ljr-brandenburg.de

Forderungen des Aktionsbündnis Jugend an Koalitionsverhandlungen

Als Zusammenschluss landesweit tätiger Verbände stehen wir gemeinsam für die Stärkung junger Menschen in Brandenburg – in Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Beteiligung, kultureller Bildung, Medienbildung sowie im Kinder- und Jugendschutz.
Mit unseren Mitgliedern, Angeboten und Strukturen tragen wir maßgeblich dazu bei, dass junge Menschen Demokratie erleben, mitgestalten und Vertrauen in Institutionen entwickeln können. Damit das gelingt, braucht es mehr als gute Absichten: Die Unterstützung aller jungen Menschen in Brandenburg ist nicht nur eine Frage der Haltung – sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und tragfähige Strukturen. Wir fordern Sie daher auf, in den Koalitionsverhandlungen mutige Schritte für die Zukunft junger Menschen in Brandenburg zu gehen.
Als Landesverbände bündeln wir Perspektiven aus Praxis, Trägerstrukturen und landesweiter Fachentwicklung. Uns verbindet das Ziel, jungen Menschen in Brandenburg stabile und gerechte Voraussetzungen zu sichern – damit Beteiligung, Schutz, Bildung und Unterstützung nicht vom Wohnort abhängen, sondern flächendeckend wirksam werden können. Mit unserer Arbeit tragen wir zur Demokratieerfahrung und Demokratiebildung junger Menschen bei. Dafür braucht es klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wir fordern Sie auf, in den Koalitionsverhandlungen mutige Schritte für die Zukunft junger Menschen in Brandenburg zu gehen.

Gemeinsame Forderungen:

  • Strukturen für Kinder- und Jugendbeteiligung entwickeln und absichern (u. a. BbgKJG, § 19 BbgKVerf; Fachstelle Beteiligung gemäß § 11 Abs. 6 BbgKJG; Beschwerdeverfahren gemäß § 13 Abs. 3 BbgKJG).
  • Dynamisierung des Landesjugendplans (automatische Anpassung an Tarifabschlüsse und Inflationsausgleich).
  • Kommunale Jugendarbeit gegen rechte Anfeindungen sichern durch 25 % Landesanteil an tatsächlichen Personalkosten; dafür Aufwuchs des Landesjugendplans um ca. 7,8 Mio. Euro ab 2027.
  • Kulturelle Kinder- und Jugendbildung stärken: Fördersituation verbessern und regionale Netzwerke aus Jugend, Kultur und Bildung fördern; Programme wie „Tolerantes Brandenburg“ erhalten.
  • Pädagogischen Jugend(medien)schutz ausbauen: Beratungs- und Fortbildungsangebote sowie lokale Netzwerke stärken (u. a. § 15 Jugendmedienschutz BbgKJG).

Digitale Jugendarbeit fördern
Anerkennung und Förderung digitaler Jugendarbeit und Implementierung von digitalen Prozessen z.B. in der Jugendbeteiligung, der Jugendfreizeit und im Jugendaustausch.

Zu den Forderungen der einzelnen Landesverbände

 

Eine gemeinsame Aktion von:

Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V.
Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.
Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung
Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V.
Landesjugendring Brandenburg e. V.
Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Brandenburg e. V.

Zeitensprünge-Projekte für 2026 ausgewählt

Die Zeitensprünge-Projekte für 2026 stehen fest. Am 10. Februar 2026 hat die Jury über die eingereichten Anträge für die Geschichtsprojekte entschieden. Es wurden zwölf Projekte in unterschiedlichen Orten in Brandenburg ausgewählt. Wir freuen uns auf die neuen Gruppen, die nun von März bis November 2026 zu verschiedenen historischen Themen der letzten 100 Jahre in Brandenburg forschen werden. Herzlichen Glückwunsch!

Ein großer Dank gilt den Jury-Mitgliedern für die Auswahl: Gina Schultz (Partizipation und Outreach, Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte),  Andreas Büttner (Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg), Johanna Heinecke (Referentin für Zeitgeschichte und Erinnerungskultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg), Silvana Hilliger (Leitung Bereich zentrale Aufgaben und Referentin der LAkD – Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur), Marie Lemke (Absolventin der Jugendguide-Ausbildung zur NS-Geschichte vor Ort), Björn Schreiber (Geschäftsführer Landesjugendring Brandenburg e.V.)

Die Referent*innen für historisch-politische Bildung im Landesjugendring werden die Gruppen intensiv begleiten. Der gemeinsame Auftakt findet im März im freiLand, Potsdam statt und bietet Workshops und gegenseitiges Kennenlernen. In den kommenden Monaten nehmen die Teilnehmer*innen an verschiedenen Exkursionen teil, bis die dann ihre Projektergebnisse am 7. November 2026 auf der Jugendgeschichtsmesse in Potsdam präsentieren.

Für 2026 wurden folgende Gruppen mit ihren Geschichtsprojekten ausgewählt:

Wi(e)derklang Rathenow – Spuren der Zwangsarbeit hörbar machen (Innovationsbündnis Havelland e.V., Rathenow)
An den Marken meiner Tage Pirckheimer-Gesellschaft e.V., Brandenburg/Havel
100 Objekte, 100 Jahre. Bleibende und vergängliche Geschichte von Frankfurt (Oder) und Słubice (pewobe gGmbH, Frankfurt (Oder))
Sport.Macht.Politik. – In der DDR und heute (Stiftung Garnisonkirche Potsdam)
Wenn Beton Geschichte erzählt – Auf den Spuren eines Berliner Mauerstücks (Jugendkoordination ImPuls e.V., Germendorf)
Was war da in Wandlitz los? Jugendliche erkunden Lostplaces und die Wandlitzer Vergangenheit (Gemeinde Wandlitz)
Messing unter unseren Füßen (Kinder- und Jugendzentrum Nest, Schöneiche)
Zwischen Freiheitssuche und DDR-Nostalgie. Lebensentwürfe und Gesellschaftsbilder in der DDR. Ein:Blick in die Quellen. (wha-stfiftung, Prignitz)
„Das waren doch Erziehungslager“ J., 14 Jahre (KGV Lauchhammer „Arche“ JBGZ)
Die unter uns – Stasi im Alltag (Stiftung SPI, Potsdam)
Aufarbeitung/Präsentation der Lagergeschichte (Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e. V.)
Neu sein – früher und heute (Berlin Brandenburgische Landjugend e.V., Teltow

Zeitensprünge wird finanziert vom Ministerium für Bildung und Sport Brandenburg.

35 Jahre LJR – Unser Jubiläumsempfang

Seit 35 Jahren setzt sich der Landesjugendring Brandenburg als Stimme junger Menschen für demokratische Beteiligung, Vielfalt und gute Rahmenbedingungen für Jugend(verbands)arbeit ein. Aus diesem Anlass feierte der größte Dachverband für Jugendarbeit in Brandenburg mit seinen Mitgliedern sowie zahlreichen Gästen und Wegbegleiter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Im Haus des Sports am Potsdamer Luftschiffhafen konnten die knapp 130 geladenen Gäste am gestrigen Donnerstag die Vielfalt der Mitgliedsorganisationen in einem Parkour auf unterhaltsame und spielerische Weise besser kennenlernen und in den Austausch gehen. Der Vorstand des Landesjugendring Brandenburg warf einen Blick zurück auf das Erreichte und betonte sein stetiges Anliegen, die Positionen der Verbände nach außen zu tragen „immer mit Haltung, immer genau dort, wo es hingehört, immer so laut, wie nötig und vor allem immer mit kreativen Ideen.“ Mit zahlreichen Aktionen will der LJR nicht nur laut sein, sondern für die Verbesserung der Lebenssituation junger Menschen in Brandenburg einstehen. „Wir zeigen auf, dass junge Menschen einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren und den Zusammenhalt unserer Zivilgesellschaft leisten. Und der größte Dank gilt den jungen Ehrenamtlichen, die die Jugendverbandsarbeit mit Leben füllen und sich jeden Tag für ihre Sache einsetzen und dadurch Brandenburg ein Stück besser, jünger, lauter und zukunftsgewandter machen,“ so Vorstandsvorsitzender Claas Scheil und Silke Hansen in ihrer Ansprache.

Neben Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke waren auch Steffen Freiberg, Minister für Bildung, Jugend und Sport, zahlreiche Vertreter*innen der demokratischen Landtagsfraktionen sowie die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam Noosha Aubel zu Gast.

Minister Freiberg dankte in seinem Grußwort auch im Namen des Ministerpräsidenten dem Landesjugendring: „Das Land kann sich glücklich schätzen, so aktive Jugendverbände zu haben. Das ist ein großes Geschenk.“

Forderungen an zukünftige Koalition
Der Jubiläumsempfang war auch Anlass – vor dem Hintergrund aktueller Koalitionsverhandlungen – die Belange von jungen Menschen bei allen Entscheidungen für die Zukunft zu adressieren. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. fordert die miteinander verhandelnden Fraktionen dazu auf, die Lebensrealitäten, Bedarfe und Interessen junger Menschen im Koalitionsvertrag besonders zu berücksichtigen. Junge Perspektiven gehören ins Zentrum der Landespolitik.

Die Kernforderungen sind:

  • Jugendgerechte Lebensbedingungen (Wohnen, Bildung, Mobilität, Digitalisierung)
  • Stärkung von Jugendverbandsarbeit & Beteiligung
  • Langfristige finanzielle Absicherung der Jugendarbeit
  • Klare Haltung gegen Rechtsextremismus & für Demokratie
  • Mehr Anerkennung für junges Ehrenamt (u.a. kostenloser ÖPNV mit Juleica)
  • Stärkung von FSJ & FÖJ durch bessere Förderung und höheres Taschengeld

Björn Schreiber, Geschäftsführer des Landesjugendrings fasst zusammen: „Unsere Erwartung an die verhandelnden Parteien ist, dass sie mit Mut und Verlässlichkeit die Lebensrealitäten und Bedarfe junger Menschen anerkennen und vor allem konsequent berücksichtigen.“

Die schönsten Bilder des Abends

Fotos: Thomas Imo | Photothek Media Lab

Neuer Auftritt zum Jubiläum!

Gestern starteten wir in das neue Jahr mit einer großen – leicht verspäteten – Jubiläumsfeier: Als zweiter ostdeutscher Landesjugendring wurde der LJR Brandenburg am 10. November 1990 gegründet.
35 Jahre Landesjugendring Brandenburg – das sind 35 Jahre Einsatz für demokratische Beteiligung, Vielfalt und gute Rahmenbedingungen für Jugend(verbands)arbeit in unserem Bundesland.

Grund genug zu feiern und uns ein neues Erscheinungsbild zu schenken.
Vielleicht erkennt ihr in dem neuen Logo die zugrundeliegende Leitidee: Vielfalt wird durch ein Mosaik sichtbar. Die verschiedenen Formen lassen sich zu immer neuen Kompositionen verbinden. Das Design steht für Zusammenhalt in Unterschiedlichkeit und übersetzt diesen Gedanken in klare und zugleich flexible Formen mit frischen, vielfältigen Farben – ein Erscheinungsbild, das unsere Haltung und unsere Arbeit zeitgemäß widerspiegelt.

Wir laden euch herzlich ein, diesen neuen visuellen Auftritt gemeinsam mit uns zu entdecken. Er wird in den kommenden Wochen Schritt für Schritt in unserer gesamten Kommunikation eingeführt.

Seid gespannt!

Mit Mut und Verlässlichkeit für ein generationengerechtes Brandenburg – Forderungen an die zukünftige Regierungskoalition

Der Bruch der Brandenburgischen Regierungskoalition zwischen SPD und BSW erfordert in für unser Bundesland herausfordernden Zeiten aus Sicht des Landesjugendrings eine rasche Bildung einer Regierung aus SPD und CDU, die mit ihren Inhalten, ihrem Politikverständnis und ihrer Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft für ein vielfäliges und generationengerechtes Brandenburg steht und die die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen nicht auf morgen verschiebt. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. fordert die miteinander verhandelnden Fraktionen dazu auf, die Lebensrealitäten, Bedarfe und Interessen junger Menschen im Koalitionsvertrag besonders zu berücksichtigen.
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Erfolgreiche Ausstellungseröffnung „Unsere Zukunft – unsere Stimmen“

Am 4. Dezember eröffneten wir mit zahlreichen Gäst*innen unsere neue Ausstellung „Unsere Zukunft – unsere Stimmen“ im Rechenzentrum Potsdam. Die Ausstellung zeigt, was junge Menschen in Brandenburg bewegt – was sie sich wünschen, was sie kritisieren, was sie verändern wollen. Sie ist ein Mosaik aus Stimmen, Bildern, Texten und Visionen. Hier sprechen Jugendliche selbst: über das Heute, über Hürden und Hoffnungen, über ihre Zukunft. Aus Aktionen, Camps und Workshops sind vielfältige Perspektiven entstanden – ehrlich, widersprüchlich, inspirierend. Die Ausstellung ist ein begehbarer Dialograum für Gespräche zwischen Jugend, Gesellschaft und Politik.

Aktuelle Öffnungszeiten:
5.12. – 20.12.2025 im Rechenzentrum Potsdam (Dortustraße 46, 14467 Potsdam)
immer mittwochs-freitags von 13-17 Uhr

Kommt gern vorbei.

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