Wir stellen ein: Projektreferent*in für historisch-politische Bildung

Für unsere Fachstelle historisch-politische Bildung „Zeitwerk“ und insbesondere für das Projekt „re<<member. Jugendliche erinnern an NS-Verbrechen in Brandenburg“ suchen wir zum 01. Oktober 2024  eine*n Projektreferent*in mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 25 Stunden. Dienstsitz ist die Landeshauptstadt Potsdam. Die Stelle ist vorerst befristet bis zum 31.07.2025. Eine Verlängerung sowie eine Stundenaufstockung werden angestrebt.

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Zertifikate für FÖJ-ler*innen

Am 1. Juli 2024 überreichte Umweltminister Axel Vogel 21 FÖJ-lern stellvertretend für 120 junge Engagierte ein Zertifikat als Anerkennung für den geleisteten Dienst. Zum ersten Mal erhalten FÖJ-ler*innen in Brandenburg ein Zertifikat des Landes, welches das ehrenamtliche Engagement sichtbarer machen soll und ihren Beitrag für die Zivilgesellschaft in besonderer Weise würdigt. „Ohne Ihr gemeinwohlorientiertes Wirken wäre unser Gemeinwesen wesentlich ärmer.“, so der Minister zu den jungen Freiwilligen. „Ihnen kann das FÖJ aber auch etwas geben: berufliche Orientierung und praktische Kenntnisse, die Erfahrung, gebraucht zu werden, und nicht zuletzt Gemeinschaft und Austausch mit den anderen Freiwilligen Ihres Jahrgangs. Das hat sich herumgesprochen: Es gibt weit mehr Bewerberinnen und Bewerber auf unsere 120 Plätze im Land.“
Dabei steht die
Vielfalt der Einsatzstellen auch für ein vielfältiges Brandenburg. Vogel dankte auch den Trägern und Pädagog*innen für die gute Organisation des FÖJ in Brandenburg.

 
#FWDstaerken #freiwilligendienstestärken ##kürztunsnichtweg

Vollversammlung 2024: Wahlforderungen und Umgang mit AfD

Am vergangenen Samstag, den 29. Juni, fand die 41. Vollversammlung des Landesjugendring Brandenburg e.V. in Eberswalde statt. Die Brandenburger Jugendverbände formulierten ihre Forderungen zur Landtagswahl 2024 und bezogen Position zum Schutz vor Demokratiefeinden. Gemeinsam mit den Spitzenkandidat*innen demokratischer Parteien zur Brandenburgischen Landtagswahl diskutierten sie das Thema „Jugend im Super-Wahljahr“.

Nach den Europa- und Kommunalwahlen ist offensichtlich, dass unsere Demokratie unter Druck steht und Gefahr läuft, dass Rechtsextreme Kräfte und Gruppen an Einfluss gewinnen. Dies hat konkrete Auswirkungen auf die Jugendverbandsarbeit. Die Jugendverbände und Stadt- und Kreisjugendringe verstehen sich als Werkstätten der Demokratie und sind deshalb unverzichtbar für eine vielfältige, jugendgerechte und demokratische Gesellschaft. Deshalb standen die Forderungen zur Landtagswahl und der Umgang mit antidemokratischen Parteien im Mittelpunkt Vollversammlung.

Die Delegierten beschlossen zudem mehrheitlich, dass die Positionen, Inhalte und die Kommunikation der AfD und deren Jugendorganisation JA nicht vereinbar sind mit den Werten des Landesjugendrings. Dieser steht für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit. Der LJR verpflichtet sich zu einer demokratischen, offenen und inklusiven Gesellschaft und lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD ab.  Des Weiteren fordert der Landesjugendring die Prüfung der Einleitung eines Verbotsverfahrens der AfD und mehr Mittel für demokratische Bildung.

Austausch mit Spitzenkandidat*innen
Kristy Augustin (CDU), Zyon Braun (FDP), Kurt Fischer (SPD), Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen), Sebastian Walter (Die Linke) sowie Sven Weller (BVB/Freie Wähler) stellten in Form eines „Elevator-Pitches“ die zentralen jugendpolitischen Inhalte Ihrer Wahlprogramme vor. Einig waren sich alle, dass Jugendbeteiligung ein wichtiger Schlüssel für eine gute Kinder- und Jugendpolitik ist und dass das Thema Mobilität in einem Flächenland wie Brandenburg essenziell für die Jugend ist. Die Politiker*innen wurden abschließend aufgefordert, die zentralen Faktoren in einer gemeinsamen Gleichung für gute Jugendpolitik und für ein jugendgerechtes Brandenburg zusammenzufassen:

Jugendgerechtes Brandenburg = Jugendthemen + Demokratiebildung + Armutsbekämpfung x Beteiligung + Nazis raus

Nachwahl des Vorstands und Aufnahme neuer Vereinsmitglieder
Die Delegierten des Landesjugendring Brandenburg e.V. wählten als Elternzeitvertretung für Pia Berkhoff (DGB-Jugend) Louis Leary von der DGB-Jugend Berlin-Brandenburg. Zudem wurden die Jugendpresse Berlin – Brandenburg sowie der Kreis- Kinder- und Jugendring Teltow-Fläming e.V. als neue Mitglieder in den Landesjugendring Brandenburg e.V. aufgenommen.

Gut vorbereitet für den Wahl-Herbst
Der Landesjugendring Brandenburg ist mit zahlreichen Aktionen und Projekten im Vorfeld der Landtagswahlen gut aufgestellt. „Für die bevorstehende Landtagswahl werden der Landesjugendring und seine Mitgliedsorganisationen deutlich die Forderungen für ein jugendgerechtes Brandenburg in der Debatte mit der Politik vertreten”, stellt Julia Schultheiss, Vorstandsvorsitzende des LJR e.V. fest. „Uns ist es zudem wichtig, junge Menschen bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen und ihnen ihre wichtige Rolle als Mitgestalter von Demokratie deutlich zu machen”. So haben die Kampagne “Schöner leben ohne Nazis”, der Wahl-o-Mat zum Aufkleben, das Projekt wwww.mika-mischt-uff.de und viele andere Formate zum Ziel Jugend und ihre Themen aktiv mit Politik in den Austausch zu bringen.

Zur ausführlichen Pressemitteilung

Auf Augenhöhe: Das Kinder- und Jugendgesetz Brandenburg

In der vergangenen Woche war es endlich so weit: das Gesetz zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg (BbgKJG) wurde im Landtag mehrheitlich verabschiedet!

Ab 1. August 2024 tritt das Gesetz in Kraft, das in einem beispielhaften Beteiligungsprozess nicht nur für, sondern auch mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet wurde. Es regelt ausführlich den Schutz und die Förderung von jungen Menschen in Brandenburg.
Das Kinder- und Jugendgesetz umfasst u.a. die Stärkung der Rechte junger Menschen und Familien, regelt die Ausweitung der Kinder- und Jugendbeteiligung sowie den Kinder- und Jugendschutz. Es setzt Leitlinien für Inklusion und bietet Rechtssicherheit und -klarheit für freie Träger der Jugendhilfe.
Der Landesjugendring Brandenburg e.V. begrüßt, dass die in mehreren Stellungnahmen eingebrachten Themen zur Stärkung der Jugendverbandsarbeit, aufgenommen wurden:

  •  erstmals gesetzliche Verankerung der Position der Landeskinder- und Jugendbeauftragten und deren Aufgaben,
  • die Anhörungsverpflichtung des Landesjugendrings bei Gesetzesentwürfen und Rechtsverordnungen vor Einbringung ins Kabinett,
  • Aufnahme der JugendleiterCard,
  • Zusicherung von Unterstützungsleistungen für Arbeitnehmer*innen, wenn diese Sonderurlaub für ehrenamtliche Tätigkeiten nehmen und keine Entgeltfortzahlung erhalten.

Zum ausführlichen Gesetzestext

Statement zu Wahlergebnissen

Der Aufschrei ist groß – die Sorge um unsere Demokratie ebenfalls: Bei den Wahlen zum Europaparlament und den Brandenburgischen Kommunalwahlen vergangenen Sonntag wurde die als rechtsextremer Verdachtsfall eingestufte AfD in Brandenburg zur stärksten Kraft gewählt. Junge Menschen zwischen 16 bis 24 Jahren stehen nun besonders im Zentrum der Debatte rund um einen Rechtsruck der deutschen Bevölkerung, denn bundesweit erhielt die rechtsextreme Partei Stimmen von knapp 16% der Erst- und Jungwählenden. Diese Entwicklung muss kritisch analysiert werden und sollte nicht mit jugendlicher Leichtfertigkeit abgetan werden. Dennoch dürfen diese Ergebnisse nicht zu einer pauschalen Verurteilung junger Menschen führen.  

Die Wahlergebnisse signalisieren deutlich: ein großer Teil der Jugend glaubt den Parteien nicht, dass diese ihre Sorgen ernst nehmen und auf europäischer und kommunaler Ebene in ihrem (Zukunfts-)Sinne handeln. Junge Menschen leben in einer Zeit, in der multiple Krisen wie Kriege, Klimawandel, Inflation und Wohnungsnot die eigene Lebensgrundlage bedrohen und Unsicherheitsgefühle und Ängste auslösen. Politisch wird seit Jahren zu wenig für das Lösen dieser Probleme getan. Die Wahlentscheidung der vielen jungen AfD-Wählenden ist weniger Protest als Ausdruck von Unzufriedenheit und Vertrauensverlust in demokratische Parteien und Strukturen. Die Perspektiven und Anliegen junger Menschen werden nicht in dem Maße ernsthaft und konsequent aufgegriffen, wie es notwendig wäre.  

Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Brandenburg fordern wir die demokratischen Parteien deshalb auf, die Ergebnisse der Europa- und Kommunalwahlen ernsthaft zu analysieren und jugendpolitische Perspektiven spürbar in ihre Arbeit einzubeziehen. Dazu gehört auch, dass Jugend(verbands)arbeit, Jugendsozialarbeit, politische Bildung, Medienbildung und kulturelle Bildung unter den gegebenen aktuellen, strukturellen und finanziellen Möglichkeiten ihre Aufgabe als Unterstützungssystem und als Erprobungs- und Erfahrungsraum für demokratische Willensbildungs- und Mitgestaltungsprozesse nicht umfassend und im notwendigen Maße ausüben können.   

Der Zuspruch zu unserer Demokratie hängt auch damit zusammen, ob junge Menschen gefragt und einbezogen werden, sich ernst genommen fühlen und sich vielfältig, gesellschaftlich einbringen können. Wichtig dabei ist, dass ihre Sichtweisen, ihre Bedarfe und ihr Handeln Auswirkungen auf bestehende politische und gesellschaftliche Verhältnisse haben.   

Grund zu Optimismus gibt es allerdings auch:   

Die überwiegende Mehrheit der Wähler*innen zwischen 16 und 24 Jahre hat sich für pro-demokratische und pro-europäische Parteien entschieden. Keine andere Altersgruppe hat so themenzentriert gewählt, z.B. durch die Stimme für Kleinstparteien mit explizitem Themenfokus. Das zeigt, dass jungen Menschen dezidierte Themen, Werte und Lösungsansätze wichtig sind, die ihnen von Kleinstparteien geboten werden. Dieser Fakt sollte hoffnungsvoll stimmen, weil es Ausdruck einer bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen Vorstellungen und gleichzeitig den Wahlprogrammen verschiedenster Parteien ist. Dies ist im Kern selbstbestimmtes, demokratisches Denken und Handeln.   

Wer eine demokratische, offene und gestaltende Jugend will, der darf die Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen und einer nachhaltigen Bewältigung von Krisen nicht auf die Zukunft verschieben.  
Wer verkennt, wie relevant die Ansichten, Ideen und Zweifel der jungen Generation für die Gegenwart sind, wie notwendig ihr Einsatz für eine Gesellschaft ist, in der alle zufrieden leben können, spielt Demokratiefeinden in die Karten.
Wer die Demokratie retten möchte, muss die Jugend mit aller Konsequenz unterstützen, u.a. durch:  

  • Möglichkeiten der Beteiligung, 
  • finanziell gut ausgestattete Jugendarbeit
  • Förderung von politischen Bildungsprojekten 
  • Erarbeiten / Finden von Lösungen für aktuelle politische Krisen, die nicht zu Hauptlasten der zukünftigen Generationen gehen.

Wir fordern die demokratischen Parteien auf, sich aktiv und auf Augenhöhe mit der jungen Generation, ihren Bedürfnissen, Vorstellungen und Perspektiven zu befassen. Es ist höchste Zeit im Sinne einer jugendgerechten Gesellschaft zu handeln! 

Jahresbericht 2023 online!

Wir freuen uns, dass wir euch hier unseren Jahresbericht 2023 präsentieren können.

Die vergangenen Jahre waren geprägt von einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen – Kriege, eine erstarkende AfD, steigende psychische Belastungen sind vielerorts deutlich spürbar. Die zahlreichen Akteur*innen in der Jugendverbandsarbeit in Brandenburg haben sich diesen herausfordernden Umständen gestellt und tolle, vielfältige Angebote für junge Menschen geschaffen. Weiterlesen Jahresbericht 2023 online!

Der LJR auf dem Demokratiefest

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes veranstaltete die Bundesregierung vom 24.-26. Mai ein großes Demokratiefest rund um das Bundeskanzleramt und den Deutschen Bundestag in Berlin. Natürlich war das Bundesland Brandenburg auch dabei, vertreten durch verschiedene Akteur*innen der Zivilgesellschaft – so auch der Landesjugendring Brandenburg.

Gemeinsam mit vielen Partner*innen gab es im Brandenburg-Zelt drei Tage lang ein buntes Programm rund um das Thema Demokratie in Brandenburg.  Hierbei stand im Vordergrund mit Besucher*innen des Festes zum Grundgesetz und zur Demokratie ins Gespräch zu kommen.
Für uns eine gute Möglichkeit, die Belange von Kindern und Jugendlichen sowie die Position unsere Mitgliedsverbände teils auf unterhaltsame Weise an Besucher*innen von 3-88 Jahren zu kommunizieren.

 

 

„Tatorte markieren“ in Neuruppin

Am Montagnachmittag, 13. Mai 2024, haben Schüler*innen der Montessori Schule und des Evangelischen Gymnasiums sowie Auszubildende der AGS Neuruppin zusammen mit der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke und dem Geschäftsführer Björn Schreiber des Landesjugendring Brandenburg e.V. an der Aktion „Tatorte markieren – Menschen (ge)denken“ in Neuruppin teilgenommen. Mit einem Absperrband mit der Aufschrift „Hier befand sich ein Ort nationalsozialistischer Verbrechen. re<<member“ wurde an die NS-Verbrechen vor 79 Jahren erinnert. Weiterlesen „Tatorte markieren“ in Neuruppin