Forderungen des Aktionsbündnis Jugend an Koalitionsverhandlungen

Als Zusammenschluss landesweit tätiger Verbände stehen wir gemeinsam für die Stärkung junger Menschen in Brandenburg – in Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit, Beteiligung, kultureller Bildung, Medienbildung sowie im Kinder- und Jugendschutz.
Mit unseren Mitgliedern, Angeboten und Strukturen tragen wir maßgeblich dazu bei, dass junge Menschen Demokratie erleben, mitgestalten und Vertrauen in Institutionen entwickeln können. Damit das gelingt, braucht es mehr als gute Absichten: Die Unterstützung aller jungen Menschen in Brandenburg ist nicht nur eine Frage der Haltung – sie braucht verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und tragfähige Strukturen. Wir fordern Sie daher auf, in den Koalitionsverhandlungen mutige Schritte für die Zukunft junger Menschen in Brandenburg zu gehen.
Als Landesverbände bündeln wir Perspektiven aus Praxis, Trägerstrukturen und landesweiter Fachentwicklung. Uns verbindet das Ziel, jungen Menschen in Brandenburg stabile und gerechte Voraussetzungen zu sichern – damit Beteiligung, Schutz, Bildung und Unterstützung nicht vom Wohnort abhängen, sondern flächendeckend wirksam werden können. Mit unserer Arbeit tragen wir zur Demokratieerfahrung und Demokratiebildung junger Menschen bei. Dafür braucht es klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wir fordern Sie auf, in den Koalitionsverhandlungen mutige Schritte für die Zukunft junger Menschen in Brandenburg zu gehen.

Gemeinsame Forderungen:

  • Strukturen für Kinder- und Jugendbeteiligung entwickeln und absichern (u. a. BbgKJG, § 19 BbgKVerf; Fachstelle Beteiligung gemäß § 11 Abs. 6 BbgKJG; Beschwerdeverfahren gemäß § 13 Abs. 3 BbgKJG).
  • Dynamisierung des Landesjugendplans (automatische Anpassung an Tarifabschlüsse und Inflationsausgleich).
  • Kommunale Jugendarbeit gegen rechte Anfeindungen sichern durch 25 % Landesanteil an tatsächlichen Personalkosten; dafür Aufwuchs des Landesjugendplans um ca. 7,8 Mio. Euro ab 2027.
  • Kulturelle Kinder- und Jugendbildung stärken: Fördersituation verbessern und regionale Netzwerke aus Jugend, Kultur und Bildung fördern; Programme wie „Tolerantes Brandenburg“ erhalten.
  • Pädagogischen Jugend(medien)schutz ausbauen: Beratungs- und Fortbildungsangebote sowie lokale Netzwerke stärken (u. a. § 15 Jugendmedienschutz BbgKJG).

Digitale Jugendarbeit fördern
Anerkennung und Förderung digitaler Jugendarbeit und Implementierung von digitalen Prozessen z.B. in der Jugendbeteiligung, der Jugendfreizeit und im Jugendaustausch.

Zu den Forderungen der einzelnen Landesverbände

 

Eine gemeinsame Aktion von:

Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e. V.
Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V.
Kompetenzzentrum Kinder- und Jugendbeteiligung
Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e. V.
Landesjugendring Brandenburg e. V.
Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Brandenburg e. V.

Zeitensprünge-Projekte für 2026 ausgewählt

Die Zeitensprünge-Projekte für 2026 stehen fest. Am 10. Februar 2026 hat die Jury über die eingereichten Anträge für die Geschichtsprojekte entschieden. Es wurden zwölf Projekte in unterschiedlichen Orten in Brandenburg ausgewählt. Wir freuen uns auf die neuen Gruppen, die nun von März bis November 2026 zu verschiedenen historischen Themen der letzten 100 Jahre in Brandenburg forschen werden. Herzlichen Glückwunsch!

Ein großer Dank gilt den Jury-Mitgliedern für die Auswahl: Gina Schultz (Partizipation und Outreach, Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte),  Andreas Büttner (Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg), Johanna Heinecke (Referentin für Zeitgeschichte und Erinnerungskultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg), Silvana Hilliger (Leitung Bereich zentrale Aufgaben und Referentin der LAkD – Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur), Marie Lemke (Absolventin der Jugendguide-Ausbildung zur NS-Geschichte vor Ort), Björn Schreiber (Geschäftsführer Landesjugendring Brandenburg e.V.)

Die Referent*innen für historisch-politische Bildung im Landesjugendring werden die Gruppen intensiv begleiten. Der gemeinsame Auftakt findet im März im freiLand, Potsdam statt und bietet Workshops und gegenseitiges Kennenlernen. In den kommenden Monaten nehmen die Teilnehmer*innen an verschiedenen Exkursionen teil, bis die dann ihre Projektergebnisse am 7. November 2026 auf der Jugendgeschichtsmesse in Potsdam präsentieren.

Für 2026 wurden folgende Gruppen mit ihren Geschichtsprojekten ausgewählt:

Wi(e)derklang Rathenow – Spuren der Zwangsarbeit hörbar machen (Innovationsbündnis Havelland e.V., Rathenow)
An den Marken meiner Tage Pirckheimer-Gesellschaft e.V., Brandenburg/Havel
100 Objekte, 100 Jahre. Bleibende und vergängliche Geschichte von Frankfurt (Oder) und Słubice (pewobe gGmbH, Frankfurt (Oder))
Sport.Macht.Politik. – In der DDR und heute (Stiftung Garnisonkirche Potsdam)
Wenn Beton Geschichte erzählt – Auf den Spuren eines Berliner Mauerstücks (Jugendkoordination ImPuls e.V., Germendorf)
Was war da in Wandlitz los? Jugendliche erkunden Lostplaces und die Wandlitzer Vergangenheit (Gemeinde Wandlitz)
Messing unter unseren Füßen (Kinder- und Jugendzentrum Nest, Schöneiche)
Zwischen Freiheitssuche und DDR-Nostalgie. Lebensentwürfe und Gesellschaftsbilder in der DDR. Ein:Blick in die Quellen. (wha-stfiftung, Prignitz)
„Das waren doch Erziehungslager“ J., 14 Jahre (KGV Lauchhammer „Arche“ JBGZ)
Die unter uns – Stasi im Alltag (Stiftung SPI, Potsdam)
Aufarbeitung/Präsentation der Lagergeschichte (Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e. V.)
Neu sein – früher und heute (Berlin Brandenburgische Landjugend e.V., Teltow

Zeitensprünge wird finanziert vom Ministerium für Bildung und Sport Brandenburg.

35 Jahre LJR – Unser Jubiläumsempfang

Seit 35 Jahren setzt sich der Landesjugendring Brandenburg als Stimme junger Menschen für demokratische Beteiligung, Vielfalt und gute Rahmenbedingungen für Jugend(verbands)arbeit ein. Aus diesem Anlass feierte der größte Dachverband für Jugendarbeit in Brandenburg mit seinen Mitgliedern sowie zahlreichen Gästen und Wegbegleiter*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Im Haus des Sports am Potsdamer Luftschiffhafen konnten die knapp 130 geladenen Gäste am gestrigen Donnerstag die Vielfalt der Mitgliedsorganisationen in einem Parkour auf unterhaltsame und spielerische Weise besser kennenlernen und in den Austausch gehen. Der Vorstand des Landesjugendring Brandenburg warf einen Blick zurück auf das Erreichte und betonte sein stetiges Anliegen, die Positionen der Verbände nach außen zu tragen „immer mit Haltung, immer genau dort, wo es hingehört, immer so laut, wie nötig und vor allem immer mit kreativen Ideen.“ Mit zahlreichen Aktionen will der LJR nicht nur laut sein, sondern für die Verbesserung der Lebenssituation junger Menschen in Brandenburg einstehen. „Wir zeigen auf, dass junge Menschen einen wesentlichen Beitrag für das Funktionieren und den Zusammenhalt unserer Zivilgesellschaft leisten. Und der größte Dank gilt den jungen Ehrenamtlichen, die die Jugendverbandsarbeit mit Leben füllen und sich jeden Tag für ihre Sache einsetzen und dadurch Brandenburg ein Stück besser, jünger, lauter und zukunftsgewandter machen,“ so Vorstandsvorsitzender Claas Scheil und Silke Hansen in ihrer Ansprache.

Neben Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke waren auch Steffen Freiberg, Minister für Bildung, Jugend und Sport, zahlreiche Vertreter*innen der demokratischen Landtagsfraktionen sowie die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam Noosha Aubel zu Gast.

Minister Freiberg dankte in seinem Grußwort auch im Namen des Ministerpräsidenten dem Landesjugendring: „Das Land kann sich glücklich schätzen, so aktive Jugendverbände zu haben. Das ist ein großes Geschenk.“

Forderungen an zukünftige Koalition
Der Jubiläumsempfang war auch Anlass – vor dem Hintergrund aktueller Koalitionsverhandlungen – die Belange von jungen Menschen bei allen Entscheidungen für die Zukunft zu adressieren. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. fordert die miteinander verhandelnden Fraktionen dazu auf, die Lebensrealitäten, Bedarfe und Interessen junger Menschen im Koalitionsvertrag besonders zu berücksichtigen. Junge Perspektiven gehören ins Zentrum der Landespolitik.

Die Kernforderungen sind:

  • Jugendgerechte Lebensbedingungen (Wohnen, Bildung, Mobilität, Digitalisierung)
  • Stärkung von Jugendverbandsarbeit & Beteiligung
  • Langfristige finanzielle Absicherung der Jugendarbeit
  • Klare Haltung gegen Rechtsextremismus & für Demokratie
  • Mehr Anerkennung für junges Ehrenamt (u.a. kostenloser ÖPNV mit Juleica)
  • Stärkung von FSJ & FÖJ durch bessere Förderung und höheres Taschengeld

Björn Schreiber, Geschäftsführer des Landesjugendrings fasst zusammen: „Unsere Erwartung an die verhandelnden Parteien ist, dass sie mit Mut und Verlässlichkeit die Lebensrealitäten und Bedarfe junger Menschen anerkennen und vor allem konsequent berücksichtigen.“

Die schönsten Bilder des Abends

Fotos: Thomas Imo | Photothek Media Lab

Neuer Auftritt zum Jubiläum!

Gestern starteten wir in das neue Jahr mit einer großen – leicht verspäteten – Jubiläumsfeier: Als zweiter ostdeutscher Landesjugendring wurde der LJR Brandenburg am 10. November 1990 gegründet.
35 Jahre Landesjugendring Brandenburg – das sind 35 Jahre Einsatz für demokratische Beteiligung, Vielfalt und gute Rahmenbedingungen für Jugend(verbands)arbeit in unserem Bundesland.

Grund genug zu feiern und uns ein neues Erscheinungsbild zu schenken.
Vielleicht erkennt ihr in dem neuen Logo die zugrundeliegende Leitidee: Vielfalt wird durch ein Mosaik sichtbar. Die verschiedenen Formen lassen sich zu immer neuen Kompositionen verbinden. Das Design steht für Zusammenhalt in Unterschiedlichkeit und übersetzt diesen Gedanken in klare und zugleich flexible Formen mit frischen, vielfältigen Farben – ein Erscheinungsbild, das unsere Haltung und unsere Arbeit zeitgemäß widerspiegelt.

Wir laden euch herzlich ein, diesen neuen visuellen Auftritt gemeinsam mit uns zu entdecken. Er wird in den kommenden Wochen Schritt für Schritt in unserer gesamten Kommunikation eingeführt.

Seid gespannt!

Mit Mut und Verlässlichkeit für ein generationengerechtes Brandenburg – Forderungen an die zukünftige Regierungskoalition

Der Bruch der Brandenburgischen Regierungskoalition zwischen SPD und BSW erfordert in für unser Bundesland herausfordernden Zeiten aus Sicht des Landesjugendrings eine rasche Bildung einer Regierung aus SPD und CDU, die mit ihren Inhalten, ihrem Politikverständnis und ihrer Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft für ein vielfäliges und generationengerechtes Brandenburg steht und die die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen nicht auf morgen verschiebt. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. fordert die miteinander verhandelnden Fraktionen dazu auf, die Lebensrealitäten, Bedarfe und Interessen junger Menschen im Koalitionsvertrag besonders zu berücksichtigen.
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Erfolgreiche Ausstellungseröffnung „Unsere Zukunft – unsere Stimmen“

Am 4. Dezember eröffneten wir mit zahlreichen Gäst*innen unsere neue Ausstellung „Unsere Zukunft – unsere Stimmen“ im Rechenzentrum Potsdam. Die Ausstellung zeigt, was junge Menschen in Brandenburg bewegt – was sie sich wünschen, was sie kritisieren, was sie verändern wollen. Sie ist ein Mosaik aus Stimmen, Bildern, Texten und Visionen. Hier sprechen Jugendliche selbst: über das Heute, über Hürden und Hoffnungen, über ihre Zukunft. Aus Aktionen, Camps und Workshops sind vielfältige Perspektiven entstanden – ehrlich, widersprüchlich, inspirierend. Die Ausstellung ist ein begehbarer Dialograum für Gespräche zwischen Jugend, Gesellschaft und Politik.

Aktuelle Öffnungszeiten:
5.12. – 20.12.2025 im Rechenzentrum Potsdam (Dortustraße 46, 14467 Potsdam)
immer mittwochs-freitags von 13-17 Uhr

Kommt gern vorbei.

Mehr dazu

20 Jahre Jugendgeschichtsmesse

Am 15. November 2025 feiert die Jugendgeschichtsmesse Brandenburg ihr 20-jähriges Jubiläum im Brandenburg Museum in Potsdam. Seit 2005 bietet die Messe jungen Menschen eine Bühne, ihre eigenen Zugänge zur Geschichte zu zeigen – von lokalhistorischen Forschungen bis zu kreativen Projekten der Erinnerungskultur.
Die Veranstaltung des Landesjugendrings Brandenburg e.V. in Kooperation mit dem Brandenburg Museum für Zukunft, Geschichte und Gegenwart ist bundesweit einzigartig: Sie vernetzt Jugendliche, die sich mit Geschichte, Demokratie und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzen.
Zum Jubiläum präsentieren elf Jugendgruppen aus ganz Brandenburg ihre Projekte. So folgt etwa eine Gruppe aus Lauchhammer den Spuren italienischer Militärinternierter im KZ-Außenlager Schwarzheide. Die Johanniter-Jugend Potsdam beleuchtet historische Orte ihrer Stadt unter dem Motto #GeradeJetzt, und die Bücherkinder Brandenburg an der Havel erforschen gemeinsam mit dem Museum Barberini die Symbolik des Einhorns in Kunst und Gesellschaft.

Zur Eröffnung sprechen u. a. Hendrik Fischer (MBJS), Mariana Aegerter (Gedenkstätte Sachsenhausen), Angelika Meyer (Ravensbrück) und Silvana Hilliger (LAkD). Auch Andreas Büttner, Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg, wird zu Gast sein.

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