Delegierte des LJR sitzen in hellem Raum, Vorstandsmitglieder sitzen am Tisch am Kopfende

Delegierte des Landesjugendrings positionieren sich

„Starke Jugend – starke Demokratie“ – unter diesem Motto tagte am 16. April der Hauptausschuss des Landesjugendrings in Potsdam. Vor dem Hintergrund des Wahljahrs 2024 in Brandenburg standen auf der Tagesordnung die Diskussion der Beschlussvorlage „Gemeinsam für eine vielfältige Demokratie kämpfen – zivilgesellschaftliches Engagement junger Menschen stärken“, ein Austausch zum Umgang mit rechten Parteien sowie die Priorisierung von Wahlforderungen zur Landtagswahl.

Verabschiedung des Beschlusses für eine vielfältige Demokratie
Anlässlich der verstärkten Angriffe auf unsere demokratische Gesellschaft durch rechte Akteur*innen positioniert sich der Landesjugendring Brandenburg e.V. entschieden für eine vielfältige Demokratie und die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements junger Menschen. Der Landesjugendring Brandenburg e.V. steht an der Seite derer, die sich für Vielfalt und Demokratie einsetzen. Wir bekämpfen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und setzen uns für eine offene Zivilgesellschaft ein.
Es braucht mehr als Demonstrationen – wir müssen kontinuierlich für unsere demokratischen Werte eintreten. Der Landesjugendring unterstützt und motiviert junge Menschen ihr Wahlrecht bei der Landtagswahl zu nutzen und setzt sich im Diskurs gegen rechte Ideologien ein. Wir fordern politische Akteure auf, junge Positionen ernst zu nehmen und Jugendliche in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Junges Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Es braucht Zeit, angemessene Unterstützung und finanzielle Mittel, um Engagement zu fördern. Gemeinsam können wir offene Lücken in der Zivilgesellschaft schließen und für eine vielfältige Demokratie kämpfen.

LESEN SIE HIER DEN AUSFÜHRLICHEN BESCHLUSS

Umgang mit rechten Parteien in der Jugend(verbands)arbeit
Nach einem Input von Ray Kokoschko (demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung) zum Thema „Auseinandersetzung mit rechtsextremen Parteien und Personen in ländlichen Regionen“ diskutierten die Mitgliedsverbände ihre Haltung bezüglich dieser Parteien und Bewegungen und des Umgangs mit ihnen in der alltäglichen Arbeit. Ein Arbeitskreis wurde gebildet, mit dem Ziel ein Grundsatzpapier für die Vollversammlung zu erarbeiten. 

Wahlforderungen für die Landtagswahl
Gemeinsam priorisierten die Delegierten konkrete Wahlappelle für die anstehende Landtagswahl am 22. September 2024. Eine Arbeitsgruppe wird die Forderungen u.a. zu den Themen Inklusion und Vielfalt, Engagement- und Ehrenamtsstärkung, jugendgerechte Gesellschaft sowie Abgrenzung zu antidemokratischen Parteien bis zur Vollversammlung weiterausarbeiten.