Foto von ca. 1ßß Jugendlichen auf Wiese mit Beachflags und Logo des LJR (c) Johannes Leichsenring MOZ

Größter Freiwilligenjahrgang des LJR gestartet

Ein neuer Jahrgang des FÖJ und FSJ startet heute durch: Knapp 100 junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren beginnen in diesem Jahr ihren Freiwilligendienst beim Landesjugendring Brandenburg. Damit ist es der bisher größte Jahrgang seit dem Start der Freiwilligendienste vor 20 Jahren. In den kommenden zwölf Monaten engagieren sich die Freiwilligen in ganz unterschiedlichen Bereichen und Einsatzstellen. Ob im Nationalpark, in einem Forschungsinstitut, im Eltern-Kind-Treff, in der Bio-Landwirtschaft, bei einem Theaterprojekt oder in einem Jugendverband – überall leisten sie einen konkreten Beitrag für soziale und ökologische Verbesserungen in Brandenburg.
Der neue Jahrgang profitiert von verbesserten Rahmenbedingungen. Erstmals erhalten die Freiwilligen einen vergünstigten Zugang zum Deutschland-Ticket für 37,80 Euro. Der „Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung“ ist für den Landesjugendring ein Teilerfolg seiner politischen Lobbyarbeit und ein wichtiger Schritt für mehr Mobilität im Freiwilligendienst. Auch die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst in Teilzeit ab 21 Wochenstunden zu absolvieren, bleibt bestehen. Bereits zum zweiten Mal können Freiwillige damit ihre Engagementzeit flexibler gestalten. Das schafft zusätzliche Möglichkeiten für Inklusion und ermöglicht mehr jungen Menschen, einen Freiwilligendienst zu leisten.*
Die weiterhin hohe Nachfrage nach Freiwilligendiensten ist ein positives Signal – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um den Wehrdienst. Sie zeigt: Junge Menschen wollen sich engagieren, Verantwortung übernehmen und ihre Gesellschaft mitgestalten. Damit das auch in Zukunft möglich bleibt, braucht es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen. Eine zentrale Herausforderung ist dabei die Finanzierung der Freiwilligendienste ab 2027. Ein großer Teil der derzeitigen Finanzierung stammt aus Mitteln der Europäischen Union. Mit dem Auslaufen der aktuellen Förderperiode wird eine verlässliche Planung für die kommenden Jahre schwieriger. Der Landesjugendring setzt sich deshalb weiterhin für eine langfristige und sichere Finanzierung der Freiwilligendienste ein.

Das FÖJ und FSJ werden aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg, des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gefördert.