Begriffe im Arbeitsfeld

Antisemitismus – Der Begriff bezeichnet Einstellungen, Äußerungen und Handlungen, die sich – direkt oder indirekt – gegen (vermeintlich) Jüdische Menschen, Institutionen und Einrichtungen richten.

Diskriminierung – Diskriminierung ist die Ungleichbehandlung auf Basis von Kategorien wie ethnische Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung, sozialer Status oder Behinderung. Obwohl grundlegende Menschenrechte zur Gleichbehandlung aller in den Verfassungen oder Gesetzgebungen vieler Länder verankert sind, findet Diskriminierung auch weiterhin sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene statt.
(vgl. https://www.storiesthatmove.org/de/glossar/)

Diversität / diversity – 

Empowerment – bedeutet Selbst-Bemächtigung. Als emanzipatorisches Strategie- und Handlungskonzept stellt es sich gegen »Defizit Ansätze«. Auf der Basis geteilter Erfahrungen stehen die Ressourcen und Potenziale von Einzelnen und/oder Gruppen im Zentrum. Empowerment-Räume können symbolisch und materiell sein.

Integration – Integration ist ein auf Gegenseitigkeit beruhender, dialogischer Aushandlungsprozess der Regeln und Haltungen des gesellschaftlichen Miteinanders. Gelungene Integration ist daran zu erkennen, dass sich alle Personen und Gruppen in ihrer Vielfalt der Gesellschaft zugehörig fühlen.

Interkulturalität – Interkulturalität als Handeln und Denken „dazwischen“. Bei dem Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen werden die eigene kulturelle Identität und Prägung wechselseitig erfahrbar. Interkulturalität meint dabei die Einnahme und das Denken aus der jeweilig anderen Perspektive ohne das Ziehen vorschneller Schlüsse.

Interkulturelle Öffnung – es geht um die Öffnung von Einrichtungen und Angeboten. Eine Öffnung setzt „Geschlossenheit“ voraus. Geschlossenheit geht auf bewusste oder unbewusste Ausgrenzungsmechanismen zurück. Die Öffnung beinhaltet einen aktiven Prozess und eine bewusste Strategie.
(vgl. Thomas Kunz, Ria Puhl: Arbeitsfeld Interkulturalität) 

Multikulturalität – Multikulturalität bezieht sich auf die sozialen Strukturen einer Organisation oder Gesellschaft. Es wird vom Vorhandensein von Einflüssen mehrerer Kulturen ausgegangen, die in einem konfliktfreien und guten nebeneinander leben. Hierbei wird nicht von einer Verschmelzung der verschiedenen Kulturen ausgegangen sondern, dass sie ohne zu kooperieren, miteinander in Kontakt kommen oder ähnliches nebeneinander bestehen.

Othering – Othering heißt, jemanden »andern«, zum/zur Anderen machen. Genau das passiert, wenn »Wir« uns von den vermeintlich »Anderen« abgrenzen. Diese Unterscheidung fußt auf hierarchischem und stereotypem Denken.
(vgl. Amadeu-Antonio-Stiftung: Antisemitismus- und rassimuskritische Jugendarbeit- ein Glossar) 

People of Color (PoC) – ist eine internationale Selbstbezeichnung von/für Menschen mit Rassismuserfahrungen. Der Begriff versteht sich als emanzipatorische und soldiarische gesellschaftliche Position.
(vgl. Amadeu-Antonio-Stiftung: Antisemitismus- und rassimuskritische Jugendarbeit- ein Glossar) 

Rassismus – ist eine Ideologie der Unterdrückung. Er fußt auf einer „Rangordnung“ von Menschen, die von biologischen und/oder von Kulturalisierung unterlegt ist.
Er wirkt strukturell, institutionell und alltäglich.
(vgl. Amadeu-Antonio-Stiftung: Antisemitismus- und rassimuskritische Jugendarbeit- ein Glossar) 

Transkulturalität – Kulturen sind nicht abgeschlossene Einheiten es ist ein dynamisch, offener Prozess. “Kulturen sind intern durch die Pluralisierung möglicher Identitäten gekennzeichnet und weisen extern grenzüberschreitende Konturen auf.“ “Kulturen […] sind transkulturell geworden” (WELSCH 1994: 1).

Vorurteile – Vorurteile sind stabile negative Einstellungen gegenüber Gruppen bzw. Personen, die dieser Gruppe angehören. Vorurteile beruhen oftmals nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern werden übernommen. Besonders schwache Persönlichkeiten stützen sich auf Vorurteile.
(aus: http://www.bpb.de/izpb/9677/vorurteile)