Durch die Zeiten springen – Online-Auftakt Zeitensprünge am 11.9.2020

Komm mit auf Zeitreise

 

Es geht wieder los: 15 Jugendgruppen des Jugendprogramms Zeitensprünge haben ihre Zeitreise angetreten! Im Jahr 2020 natürlich nicht mit dem Zug, sondern online. Doch diese erste digitale Hürde konnten alle Gruppen souverän nehmen und waren nun bereit, sich den Zeitreisekits, die der Landesjugendring als Reiseveranstalter bereitgestellt hatte, zu widmen.

In den Kits waren allerlei Utensilien und Materialien für die das gemeinsame Projektjahr. Und natürlich: schicke Zeitensprünge-T-Shirts! Man will seine Reisegruppe ja auch als solche erkennen.

Um keine Zeit zu verlieren, machten sich die Gruppen auch gleich schon ans Forschen. Als Einstieg in die Thematik, erforschten die Zeitenspringer*innen ihre eigenen Namen. Die Anleitung zur Methode als auch viele weitere Hilfestellungen zur historischen Projektarbeit fanden die Gruppen im Ordner mit allen Reiseunterlagen, der sie über ihr gesamtes Projekt begleiten wird.

Es folgte hoher Besuch: Die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Britta Ernst. Sie hörte sich die selbstgeschriebenen Gedichte der Reisegruppen an. Auf diese Weise bekamen Ministerin und alle anderen Gruppen, einen kurzweiligen Einblick in die Projektthemen.

Einmal die Ministerin sprechen zu können, war für viele Jugendliche eine tolle Möglichkeit, die auch gleich ergriffen wurde. Die Fragen der  Jugendlichen waren vielfältig und wurden direkt beantwortet. . Unteranderem bezog die Ministerin Stellung zum Lehrermangel und der schlechten Digitalisierung Brandenburger Schulen, versprach jedoch Besserungen. Zum Zeitensprünge-Programm sagte sie, sie fände es besonders spannend und toll, dass es  Jugendliche mit ihrer Heimat verbindet. Die Fragerunde wurde mit wertvollen Tipps der Ministerin beendet: Es sei wichtig, das Forschungsthema scharf zu begrenzen und sich nicht in der Materialfülle zu verlieren. Außerdem ist Teamarbeit entscheidend.

Nach diesem vorläufigen Highlight ging es in die Pause, um sich mit Snacks zu stärken und für einen spannenden Nachmittag zu rüsten.

Dieser begann mit der Warm-up-Übung „Erinnert ihr euch noch, als…?“. Mit dieser Hilfestellung konnten die Gruppen das Mittagstief überwinden und, beschäftigten sich anschließend mit der Frage, wo sie die Informationen für ihre Zeitreise finden.

Eine der für die Zeitenspringer*innen wohl spannendsten Quelle sind Zeit zeug*innen. Doch wie führt man eigentlich ein Zeitzeugengespräch? Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen? Die Antworten gibt es – natürlich – im Zeitreiseordner und doch machte es so viel mehr Spaß, es einfach gleich mal auszuprobieren. Deshalb konnten die Reisenden gleich ihre Interviewfähigkeiten beim Spiel „Was bin ich?“ testen, in dem sie gezielt mit offenen und geschlossenen Fragen einen Gegenstand errieten, den ihr Interviewpartner sich ausgedacht hat.

Dies ist einigen leicht, anderen eher schwer gefallen. Und das ist auch ganz gut so: Denn die Kenntnis der eigenen Stärken und die Fähigkeit, diese richtig für die Gruppe einzusetzen, ist sehr wichtig für den Erfolg des Projektes. Auch das konnten die Zeitenspringer*innen während des Onlinetreffens lernen.

Nachdem die „Reiseleitung“ der Beratungsstelle für lokale Jugendgeschichtsarbeit „Zeitwerk“ im Landesjugendring die Gruppen in die Reiseunterlagen eingewiesen hat, wurde zum Abschluss gemeinsam überlegt, was die Motivation für jede*n Zeitenspringer*in ist, am Zeitensprüngeprojekt teilzunehmen. Dabei stach vor allem das Interesse an der eigenen Geschichte heraus, weshalb die Zeitenspringer*innen Lust auf die Zeitzeugeninterviews und die gemeinsamen Ausflüge haben. Aber sie freuen sich auch auf neue Erfahrungen und gemeinsamen Spaß bei ihren Projekten. So freuen sich die Wildauer besonders auf ihren Podcast und die Rathenower auf das Kochen mit den Landfrauen.

Der Landesjugendring wünscht allen Zeitenspringer*innen viel Spaß, neue Erkenntnisse, tolle Begegnungen für ihre Zeitreisen und allen anderen spannende Präsentationen der lokalen Spurensuche.