Fahrradtour auf den Spuren des KZ-Außenlagers

„Wusstest du, dass es in deinem Ort ein ehemaligen KZ-Außenlager gab?“ – Diese Frage stellten sich auch Jugendliche aus Hennigsdorf und Bernau, die jeweils zu einer Fahrradtour mit dem Zeitwerk aufbrachen, um nach Spuren aus der Vergangenheit zu suchen.

Die Bernauer Gruppe um die Jungen Humanisten in Brandenburg e.V. traf sich zunächst im Jugendclub ‚Konfetti‘, um sich gemeinsam an Hand von historischen Quellen eine Route durch Bernau zu überlegen. Auf einer Online-Karte suchte die Gruppe zunächst nach den beschriebenen Orten und stieß schließlich auf das alte Schloss Börnicke unweit von Bernau. Die Fahrradtour startete am ‚Denkmal für die Opfer des Faschismus‘ am Bernauer Bahnhof. Von dort aus radelte die Gruppe zum Schloss Börnicke, um den Ort und den angrenzenden Park genauer unter die Lupe zu nehmen und mit den Angaben in der Quelle abzugleichen. Anschließen verabredeten wir die weitere Vorgehensweise und nahmen uns vor, auch noch zu den übrigen möglichen Orten zu fahren – beispielsweise die ehemalige SD-Führerschule in Bernau.

 

In Hennigsdorf trafen sich Schüler der Oberschule ‚Adolph Diesterweg‘ und ihre Teach-First-Fellow mit dem Zeitwerk-Team zur gemeinsamen Radtour durch Hennigsdorf. Zunächst fuhren wir zum Denkmal am Bahnhof, was außergewöhnlich groß und auch in seinem Aussehen sehr besonders ist. In großen Lettern steht auf dem Denkmal KZ – wir überlegten, ob dies schon ein Hinweis auf das ehemalige KZ-Außenlager in Hennigsdorf sein könnte. Nachdem wir uns eine Weile über das Denkmal, seine Entstehungsgeschichte und den markanten Standort direkt auf dem Marktplatz am Bahnhof unterhalten hatten, fuhren wir weiter ins heutige Industriegebiet und suchten nach ehemaligen möglichen Standorten der Baracken, die wir mit Luftbildern der Alliierten abglichen. Leider konnten wir nicht alle Punkte abradeln, die wir uns vorgenommen hatten – aber das wird im November noch nachgeholt.