Hinweisschild_Doumentationsstätten Jamlitz

II. Geschichte entdecken [15.-16.5.2020]

Justus-Delbrück-Haus mit Besuch der Dokumentationsstätte KZ-Außenlager „Lieberose” und Sowjetisches Speziallager Nr. 6 Jamlitz

#NS UND SBZ #GESCHICHTSBILDER UND GESCHICHTSBEWUSSTSEIN #GRUPPENPHASEN UND LEITUNGSSTILE #PARTIZIPATION #ARBEITSAUFTRÄGE FORMULIEREN UND ARBEITSMATERIALIEN AUSWÄHLEN #ERINNERUNGSARBEIT UND GEMEINWESEN #KONTROVERSEN

Über Jugendgeschichtprojekte finden Jugendliche Interesse an Geschichte, die zuvor Geschichte für weltfremdes und ödes Gerede hielten. Das funktioniert, weil Jugendgeschichtsarbeit vor allem Jugendarbeit ist. 
Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis der Entwicklungsphasen einer Gruppe und reflektieren ihren pädagogischen Leitungsstil und ihre eigene historische Identität. Arbeitsaufträge und Arbeitmaterialien für Geschichtsprojekte werden in Bezug auf die Beteiligung von jungen Menschen kritisch hinterfragt und probehalber selbst entworfen. 
Wir arbeiten zu den Fragen: Welche Formen des Erinnerns/Gedenkens/Mahnens gibt es überhaupt? Wie erarbeiten wir mit den Jugendlichen die Unterschiede? Welche Aspekte sind dazu mit meiner Gruppe zu bedenken? Welche Emotionen steigen in uns auf und wie gehen wir mit ihnen um? 
Am Beispiel der Dokumentationsstätte Jamlitz/Lieberose und der Arbeit des Justus-Delbrück-Hauses/Akademie für Mitbestimmung Bahnhof Jamlitz lernen die Teilnehmenden Beispiele für Kontroversen in der Geschichtsdarstellung kennen und finden Anknüpfungspunkte dafür, wie ein lokales Jugendgeschichtsprojekt in der Nachbarschaft kommuniziert, etabliert und wie das Gemeinwesen beteiligt werden kann. Weitere niedrigschwellige Formate der Erinnerungsarbeit im Gemeinwesen werden vorgestellt. 
In Kooperation mit

 

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Lieberose und Land als Träger der Freiluftausstellungen zum KZ-Außenlager Lieberose und zum sowjetischen Speziallager Jamlitz kooperiert in der Erinnerungsarbeit eng mit dem Justus-Delbrück-Haus. So entstanden bereits mehrere mediale Vorhaben wie der Hörweg und das Hörbuch „Im Wald und auf der Heide – die Schicksale des Dorfes Jamlitz“, die Filme von Momo Kohlschmidt über den Holocaust-Überlebenden Jakob Richter „Der Haß auf andere ist keine neue Sache – Das Überleben des Jakob Richter“ und über den Widerstandskämpfer Delbrück „Denn in der Liebe sind und leben wir wirklich. Erinnerung an Justus Delbrück“. Die Dauerausstellung zu Justus Delbrück im Bahnhof ist in Trägerschaft der Kirchengemeinde entstanden. Zahlreiche Gruppenprojekte finden im Delbrück-Haus statt.