I. Geschichte zum Thema machen [26.-28.3.2020]

im Seminar- und Gästehaus Hochland mit Besuch der Gedenk- und Bildungsstätte Leistikowstraße und dem Lepsiushaus sowie dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv

#AUSSERSCHULISCHE HISTORISCHPOLITISCHE BILDUNG #MOTIVATION #ARCHIVARBEIT #QUELLENKRITIK #ERKUNDUNG #FAMILIENGESCHICHTEN #EXPERTENGESPRÄCH #PÄDAGOGISCHE HALTUNG (TZI) #DIVERSITY UND INKLUSION #MINDERHEITEN #KONZEPT DER LOKALEN JUGENDGESCHICHTSARBEIT

In dem dreitägigen einführenden Modul beschäftigen wir uns mit den grundsätzlichen Überlegungen, die bei der Begleitung von Jugendgeschichtsprojekten zu beachten sind. Dazu lernen die Teilnehmenden den Ansatz der themenzentrierten Interaktion (TZI) kennen. Durch den Besuch des historischen Ortes und einschlägiger Forschungsstätten sowie in Gesprächen mit Expert*innen wird zudem in das Konzept der außerschulischen historisch-politischen Bildung eingeführt. 
Als erstes besichtigen wir das Potsdamer Lepsiushaus, welches eine in Deutschland und Europa einmalige Forschungs- und Begegnungstätte ist. Es beschäftigt sich mit der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere mit dem Völkermord an den Armeniern. Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv erhalten wir Einblick in die Archivarbeit und werden uns Methoden zur Quellenarbeit mit Jugendlichen aneignen. Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle der BStU, wird uns zudem Einblicke in die Bedeutung der Sicherung und Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen geben.  Die historischen Dimensionen dieses ersten Zusammenkommens führen uns ferner in die Gedenkstätte Leistikowstraße, welche auch an die Zeit erinnert, in der das Gebäude als Zentrales Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr diente. 
Bei allen Besuchen und Begegnungen stellen wir uns stets die Frage nach der Aktualität von Geschichtsforschung, -deutung und -politik, insbesondere in unserer Migrationsgesellschaft und suchen nach Bezügen in eigenem Lebens- bzw. Arbeitsumfeld. Denn wir legen einen großen Wert auf das gegenseitige Kennenlernen der Teilnehmenden untereinander und das Bündeln von Kompetenzen und Erfahrungen, womit die Fortbildungsreihe bereichert und letztlich auch gesteuert wird.
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